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E-Golf: Funktionalität

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Es ist eine bislang einmalige Aktion in der Bundesrepublik: Eine Woche lang haben Leser von zehn Tageszeitungen in Zusammenarbeit mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland und Volkswagen den e-Golf in ihrem Alltag getestet. Ihr Resümee ist zweigeteilt und deckt die Schwächen beim Thema E-Mobilität auf.

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Der Golf ist seit über 40 Jahren das beliebteste Auto der Deutschen. Ob die e-Version das auch schaffen wird? Unsere Leser haben genau hingeschaut und präsentieren ihre Ergebnisse.*




* Die Tester haben sich auch die Themen Reichweite und Ladevorgang angesehen. Klick auf die Begriffe, wenn du an den Ergebnissen dazu interessiert bist.

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Für Dagmar Stange aus Flintbek ist klar: Sie braucht kein E- Auto. Die Zwischenaufladezeit hatte gestört und auch das Laden an der Photovoltaikanlage des Hofes klappte nicht wie erhofft.. Jens Stange sieht das trotz der Kritikpunkte anders: „Angenehmes Fahrgefühl, eco+ spart enorm viel Reichweite, gute Beschleunigung, schön leise, die Ladenstellenapp ist sehr praktisch“, lautet sein Fazit. Ihm gefällt das Elektroauto.

Obwohl Andreas Pankau vom e-Golf durchaus angetan war – besonders vom ruhigen Lauf, dem ordentlichen Durchzug und der Ausstattung – sieht er das Thema E-Mobilität beim aktuellen Stand der Technik kritisch: „Die Kapazität des Akkus ist nicht ausreichend. Das müsste dringend verbessert werden.“ Außerdem hat Pankau die Kosten mit seinem Diesel verglichen. „Die Kosten für einen Ladevorgang sind zu teuer, für 150 bis 200 Kilometer zahle ich 12,50 Euro.“

Auch Matthias Fischer-Kallenbergs Begeisterung findet hier eine Grenze: Wer als Berufstätiger viele Termine wahrnehmen müsse, könne sich nicht ständig
 damit aufhalten, jede 
Fahrt wegen der geringen Reichweite und der fehlenden Ladestationen durchzuplanen. Außerdem sind Spontanreisen auf der Autobahn mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 160 bis 180 km/h nicht möglich.

Alltagstauglichkeit und Nutzwert haben Michael Stopp aus Gehrden bei Hannover überzeugt. Er kann sich vorstellen, dass ein Auto vom Zuschnitt des e-Golf zukunftsfähig ist. Allerdings gebe es da einen Haken: „Der Wagen ist mir zu teuer, die begrenzte Reichweite hat mich in meinen Fahrzeiten eingeschränkt.“








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Die Fahrt mit dem e-Golf von Berlin nach Brandenburg an der Havel hat Matthias Fischer-Kallenberg zu einem entspannteren Kraftfahrer gemacht. „Ich habe ein sehr ruhiges Fahrgefühl auf der Autobahn“, sagt er. „Ein Fahrgefühl als wenn man schwebt."

Matthias Fischer-Kallenberg leitet das SOS-Kinderdorf in Brandenburg und ist während der Testwoche zusammen mit seinen Mitarbeitern 913 Kilometer weit gefahren. Viele der Kollegen waren anschließend von dem Elektroauto begeistert.

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Mit dem e-Golf bekomme man ein Stück Gelassenheit zurück, stellt Fischer-Kallenberg fest. Aber auch: „Die Reichweite nimmt rapide ab, je schneller ich fahre. Das Beschleunigen bis ans obere Limit ist der größte Stromfresser. Das E-Auto ist definitiv kein Auto für Raser.“

Doch das stellt für ihn aber kein Problem dar, ebenso wenig wie für Kinderdorf-Mutter Steffi Arndt. Für sie ist der e-Golf ein ideales Stadtfahrzeug. „Die täglichen Fahrten mit vier Kindern lassen sich problemlos wuppen“, resümiert sie. Doch längeren Distanzen steht sie kritisch gegenüber. Jedes Jahr holt sie aus ihrer Heimatstadt Roßwein Gänse für das Festessen ab. Das ist 230 Kilometer entfernt. „Wenn ich mit dem E-Auto fahren würde, müsste ich auf jeden Fall dort übernachten.“


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Kevin Beyer, Koch im SOS Kinderdorf, musste erst einmal lernen, mit der Technologie umzugehen. Dabei war vor allem die Automatik neu für ihn. Die Betriebsanleitung half, und auch, dass die gestengesteuerte Bordelektronik so intuitiv ist.

Für den Koch war eins wichtig: Die Einkäufe für 61 Kita- und 40 Hortkinder musste er im Wagen verstauen können – und das klappte problemlos.

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Andreas Pankau will seine Freundin überraschen: asiatisches Curry hausgemacht. Dafür geht es mit dem e-Golf in die Parklücke vor dem nächsten Supermarkt, Rückfahrkamera und Einparkassistent helfen dabei.

Zwanzig Minuten später liegen neben den Taschen mit den beiden Ladekabeln im Kofferraum Karotten, Kokosmilch, Nudeln und Ingwer, dazu ein Kasten Bier. Auch ein zweiter Kasten würde noch hineinpassen. „Für den Einkauf ist das Auto völlig ok“, findet Pankau. Die Größe unterscheide sich nicht von der Benzinvariante. Und noch ein paar Dinge gefallen ihm.

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Am frühen Mittwochabend war Training. Michael Stopp coached die G1 des SV Gehrden, in der sein Sohn Jannis spielt. Wenn sich der Tester einen e-Golf kaufen sollte, dann muss er wissen: Passen alle Hütchen, Bälle, Trikots – das Übliche eben – rein? Ergebnis: Ja. Komplett.

Als Papa schließlich nach Hause kommt, bemerkt es Sohn Jannis kaum. Denn der e-Golf ist leise. Sehr leise. Doch wer die Kinder nicht weckt, weckt das Interesse der Anwohner. „Ein Nachbar kam gestern Abend rüber, wollte sich mal informieren“, erzählt Stopp. Der habe Photovoltaik-Anlagen auf dem Dach und ein entsprechendes Interesse an umwelt- und Geldbeutel schonenden Technologien.

Einig waren sich die Nachbarn am Schluss in einem Negativpunkt: E-Autos sind noch ganz schön teuer. Die Investition müsste sich erstmal rechtfertigen.

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