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E-Golf: Reichweite

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Es ist eine bislang einmalige Aktion in der Bundesrepublik: Eine Woche lang haben Leser von zehn Tageszeitungen in Zusammenarbeit mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland und Volkswagen den e-Golf in ihrem Alltag getestet. Ihr Resümee ist zweigeteilt und deckt die Schwächen beim Thema E-Mobilität auf.

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300 Kilometer gibt Volkswagen an – so weit soll eine Ladung reichen. Aber ist das in der Praxis tatsächlich so? Und wie lang muss das Auto dann geladen werden, bis ich weiterfahren kann? Wir zeigen, was unsere Leser herausgefunden haben.*




* Unsere Leser haben auch die Funktionalität des e-Golf getestet und wie gut das Laden klappt. Klick auf die Begriffe, wenn du mehr dazu erfahren willst.

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Schulleiter Wolfram Henkies kann sich ein E-Auto als Zweitwagen vorstellen, allerdings müssten die Kosten sinken und die Reichweite steigen. Außerdem wünscht er sich bei den Folgekosten wie Wartung und Pflege mehr Transparenz.

Für Ralf und Barbara Wierse aus Hannover kommt eine Anschaffung trotz positiven Fazits nicht infrage – wegen der mangelnden Reichweite und dem noch nicht ausgereiften System an Ladestationen. Barbara Wierse fragt aber auch selbstkritisch, ob Autofahrer nicht zu anspruchsvoll sind, was ständige Verfügbarkeit und großen Reichweiten betrifft.

Franz Herrmann und Lisa-Marie Scheida haben die Möglichkeiten des 
e-Golf im Stadtverkehr ausgereizt und die Agilität des Fahrzeugs sehr genossen. Dass bei Autobahnfahrten die Reichweite drastisch sinken kann, sehen sie nicht als großes Handicap. Vielmehr stört sie die mangelnde Infrastruktur und dass das Laden oft so teuer ist wie das Betanken eines Verbrennungsmotors.

Für die Alltagstauglichkeit im Nahstreckenbereich bekommt der e-Golf von Edgar Schulz aus Göttingen eine eins. Auf Strecken bis zu 100 Kilometer ist nur noch ein befriedigend drin – zu viele Ladekilometer im Verhältnis zur zurückgelegten Strecke. Die Fernstrecke kommt wegen der Reichweitenangst nur noch auf ein schwach ausreichend. Eine fünf aber gibt es für Ladesäuleninfrastruktur und die geringe Ladekapazität.




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Lisa-Marie Scheida und Franz Herrmann gehören zu den überzeugten Fans der E-Mobilität, auch weil sie bereits seit Jahren ein älteres Modell privat fahren. Als Städter sind sie mit dem e-Golf 420 Kilometer gefahren und haben danach ein durchweg positives Fazit gezogen. Reichweite? Für ihre täglichen Belange völlig ausreichend. Und auch mit dem Laden zwischendurch hatten sie keinerlei Probleme – vor allem, weil sie die mobilen Angebote nutzen.

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Der Göttinger Edgar Schulz bewertet zunächst durchweg positiv: „Für Fahrten im Umkreis von rund 20 Kilometern ist der Golf bestens geeignet“. Schulz nutzte dazu den Eco+-Modus. Der Antritt sei dann zwar träger, aber das sei im zähen Stadtverkehr egal.

An warmen Tagen hat er sogar einen netten Effekt ausgemacht: „Mir scheint, als atme die Batterie bei Wärme durch, denn wenn ich an solch einem Tag klug fahre und die Rekuperation nutze, kann es passieren, dass ich mit mehr Ladekilometern ankomme, als ich losgefahren bin.“

Umso kritischer aber wird es auf längeren Strecken: „Jede Tour, die an die Nennreichweite von 300 Kilometern stößt oder diese überschreitet, ist derzeit nur mit sehr viel Planung, Geduld und manchmal auch Glück zu meistern." Verständlich, denn hinter Schulz liegt eine Odyssee.


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Am Ende musste Schulz erst von Delmenhorst an eine Ladesäule nach Bremen fahren, um dann viel später als geplant in Göttingen anzukommen. Für eine Strecke, die sonst gute zwei Stunden dauert, war er mit dem e-Golf so einen halben Tag unterwegs.

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Die Wierses wollten es endlich mal wissen: Lässt sich der e-Golf wirklich so fahren, dass die errechneten Streckenreserven ausreichen? Ihr Ergebnis: Ja, es geht. Der Wagen übertrifft bei dezenter Fahrweise sogar die Herstellerangaben zur bestmöglichen Distanz. „Aber auf der Bundesstraße ist man ein Ärgernis, auf der Autobahn fast eine Gefahr“, sagt Wierse.

So ging der Test: Auf dem 50 Kilometer langen Hinweg zur Arbeit hat Ralf Wierse bei flotter Fahrweise 100 km Kapazität verbraucht. Auf dem Rückweg ist er im Eco-Plus-Modus gefahren. Die Fahrt ohne Klimanlage und Zusatzaggregate war zwar anstrengend. Aber der Wagen hat nur 40 Kilometer Kapazität verbraucht.







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In seiner Funktion als Schulleiter pendelt Wolfram Henkies täglich zweimal 80 Kilometer zwischen Ratekau und Bad Bramstedt. Auf dieser Strecke hat er den e-Golf an seine Grenzen gebracht und dabei 884 Kilometer absolviert. Zwar sei das Fahrzeug vor allem auf kurzen Strecken „ein tolles Auto“ und vermittle ein „super Fahrgefühl“, doch leider sinke die Reichweite drastisch, sobald man etwas schneller unterwegs ist.




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Die Fahrt zur Arbeit beanspruchte die Batterie deutlich mehr, als Henkies gedacht hatte. Und schließlich hakt die Reichweite auch an der mangelnden Infrastruktur. Beim Ausflug zum Eisessen nach Scharbeutz war die einzige Ladesäule im Ostseebad bereits doppelt belegt. „Das war ärgerlich“, sagt Henkies. „Aber das ist ja nicht die Schuld des Autos.“

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