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Gladbeck – Kapitel 2

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Diese Kriminellen sind anders als die anderen. Das wird der Polizei spätestens während der Flucht der beiden mit ihren Geiseln klar.

Denn Rösner und Degowski fliehen nicht schnellstmöglich vom Tatort. Atypisch kreuzen die beiden durch Gladbeck, decken sich mit Reiseproviant, Alkohol und Schlaftabletten ein. Mit vorgerhaltener Waffe versuchen sie immer wieder, einen neuen Fluchtwagen zu erpressen. Ihnen ist klar, dass der aktuelle von der Polizei verwanzt sein muss.

Der Erfolg bleibt aus – bis Rösner ein auffällig geparktes Auto an einer Raststätte klaut. Die Falle der Polizei schnappt zu. 





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Raus aus Gladbeck, die Flucht durch Deutschland beginnen – das scheint Rösner nicht ohne seine Geliebte Marion Löblich tun zu wollen.

Löblich hatte von ihrer 13-jährigen Tochter von dem Überfall gehört. Seit Stunden sitzt sie zu Hause und verfolgt die Nachrichten. Ihr Hanusch – wie sie Rösner nennt –, der eigentlich Kleinkriminelle, ein Bankräuber? Ein Geiselnehmer? 

Als der Fluchtwagen mit Hanusch, Degowski und den Geiseln vor ihrer Tür hält, steigt sie ein. Ihre Tochter bleibt zurück. 

Foto: In einer späteren Befragung zeichnet die Geisel B. aus der Bank auf, wo Marion Löbllich ins Auto zugestiegen ist.

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Mit Löblich auf dem Beifahrersitz geht es los. Raus aus Gladbeck, quer durch Deutschland. Die Polizei bleibt den Kriminellen dabei auf den Fersen. 

Das von Rösner an der Tankstelle gestohlene Auto? Wieder ein verwanzter Wagen. 

In Hagen angekommen, beginnt der nächste Tag – mit einem ausgiebigen Frühstück im Café Dickhut. Unbehelligt von der Polizei.

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Marion Löblich (1953, Bremen), Sonderschülerin, arbeitete halbtags in einem Altenzentrum. War damals Freundin Rösners. Löblich war in den Bankraub eingeweiht, hatte geplant, dass sich die beiden Gangster nach erfolgreicher Tat bei ihr zu Hause verstecken sollten. „Als ich dann von der Geiselnahme hörte, bin ich zur Bank gegangen, habe alles beobachtet.“ Löblich lässt sich überreden, mit in das Fluchtfahrzeug zu steigen. Sie überlebt schwerverletzt, nachdem Rösner ihr aus Versehen in den Oberschenkel geschossen hat. Löblich wird zu neun Jahren Haft verurteilt, kommt nach sechs Jahren frei und lebt, schwerkrank und unter neuer Identität, in Magdeburg.   

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